Illustrationen für die Weihnachtsbeilagen der Aargauer Zeitung

Illustrationen für die Weihnachtsbeilagen der Aargauer Zeitung, Ausgabe 22. November 2018

Christkind

Christkind

Dieses Jahr war es mir eine besondere Ehre, ein paar Illustrationen für eine Weihnachtsausgabe der Aargauer Zeitung beizusteuern. Ich habe hierbei auch viel gelernt, wie, das es einen Troll gibt, der Würste klaut. Und vor allem, das überall auf der Welt Kinder um die Weihnachtszeit herum gut versorgt sind mit Geschenken und Süssigkeiten.

In einem ersten Versuch galt es, die Figuren im Gefühl und Position einzufangen. Ich habe mich vorwiegend an jenen Darstellungen orientieren, die ich seit Kindheit mit Weihnachten verbinde. Alte Grusskarten und natürlich all jene klassischen Filme, die zu der Zeit am Fernsehen laufen. Gerade bei Trollen und Hexen findet man heutzutage eher dunkle Darstellungen oder überzeichnete. Für Befania habe ich viele Bilder fröhlich lachender, alter Damen (vorwiegend aus Italien) recherchiert und die Inspiration der Weihnachtstrolle waren unter anderem Rolf Lidbergs wundervolle Illustrationen.

Als Medium wählte ich digital- hierfür wird in einem Programm namens „Photoshop“ mit einem Wacom Tablet (Zeichenbrett). Photoshop ist zu der Zeit als Mama mit zwei jährigem Sohn unendlich praktisch. Es erlaubt nebst einfachem Verschieben und abändern der Bildeigenschaften auch ein „kindersicheres“ Arbeiten. Und es erlaubte mir 1:1 zu arbeiten. Häufig verändert sich die Qualität traditionell gemalter Bilder im Digitalisierungsprozess (im Scanner wirken sie platt, per Fotografie verschwinden Details, etc)
Als nächstes putzte ich die Linearts, ging danach einen Schritt zurück da zu viele saubere Striche den Figuren den Zauber nahm.

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Für die erste Version der Colorierung wendete ich eine Stilrichtung an, die ich zuvor an einem Buchcover (Therdeban) angewendet hatte. Ich wollte, dass die Striche in den Farben noch herauslesbar waren. Im Nachhinein stellte sich fest, das dies für ein grosses Gesicht auf dem Buchcover zwar effektvoll war, aber für ganze Figuren, hier im Beispiel bei Befania, viel zu schwer.

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Etwa zur gleichen Zeit übte ich mit schnellen Speedpaints jeden Abend verschiedene Szenen aus meinen Romanen oder anderen Szenen, die meine Inspiration mir zuflüsterte- es waren kurze Skizzen von unter 1 Stunde. Dabei entdeckte ich den Pinsel in Photoshop, der relativ rau ist, ähnlich Pastellkreide auf grobem Papier. In Verbindung mit den Linearts stellte es sich als die ideale Kombination heraus- leicht und frisch, aber durch die dunklen Linien dennoch klar definiert.

Nun galt es nur noch, alle Figuren damit zu colorieren und dann einen sanften Hintergrund zuzufügen, Licht und Schatten zufügen sowie finale Änderungen anbringen.

Alle ohne Hintergrund

Alle ohne Hintergrund

Hierbei zeigte sich Photoshop wieder dankbar. Im Eifer habe ich dem Weihnachtswichtel zum Beispiel eine grüne Mütze verpasst und erst später gemerkt, dass der kleine Mann nur Rot auf dem Kopf trägt. Mittels ein paar Adjustierungen war dies schnell änderbar, wie man in der finalen Version erkennt.

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